...und hat diesen Thread vor 3732 Tagen gestartet!
Verfasst am: 15.08.2016 15:24:49 Titel: All-Terrain oder Mud-Terrain?
Hallo da draußen,
ich suche für unseren Nestle-Hilux mit Exkab noch die richtigen Reifen. Größe wäre 265/70 R17 (Schwerlastfelge), Nestle bietet hier standardmäßig den BFGoodrich A/T an. Nach dem, was ich gelesen habe, ein super Reifen, auch habe ich ihn im Urlaub (Australien/Island/...) schon oft an anderen Autos gesehen.
Jetzt habe ich einige Berichte gelesen und Videos von Offroadern gesehen, die auf Ihren Autos aber die M/T-Variante bevorzugen. Laut denen habe der M/T einen höchstens marginal höheren Spritverbrauch und sei nur mäßig lauter, biete aber sowohl auf Sand/Geröll/Felsen mehr Traktion und sei auf Teer auch gut zu fahren.
Uns verschlägt es in der nächsten Zeit viel nach Skandinavien, vor allem Island Hochland, also viel Flüsse/Sand/Wellblech/Felsen, hinkommen müssen wir aber natürlich auch über Teer. Quotient Teer/Offroad bestenfalls 50/50, vielleicht auch 70/30.
Habt Ihr Erfahrungen/Tipps mit der A/T- und der M/T-Version? Welchen der beiden Reifen würdet Ihr aufziehen?
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Verfasst am: 15.08.2016 16:52:35 Titel:
quadfahrer hat folgendes geschrieben:
das ist ne glaubensfrage, die seit jahrzehnten schon manchmal erbittert geführt wiird.
ich hol schon mal chips und ein kaltgetränk
Yepp, hab ich schon gemerkt, habe bereits viele Stunden Googelitis und Forenitis hinter mir. Dachte mir deswegen, ich schreib noch mal hier rein und sammele die neuesten Erfahrungen von Euch. Entscheiden werde ich wohl selber müssen :-)
Interessant wären Kommentare von Offroadern, die schon beides gefahren sind und so direkt vergleichen können...
Interessant wären Kommentare von Offroadern, die schon beides gefahren sind und so direkt vergleichen können...
Hier ich - Mehrfach, alle Untergründe.
Aber auch ich vermag kein eindeutiges Fazit zu ziehen. Das ist wirklich abartig schwierig.
Wenn ich nur BFG nehme - AT vs MT, würde ich dem alten MT einen leichten Vorsprung geben. Den gibts aber nicht mehr und so halten sich neuer MT und immer noch aktueller AT die Waage.
Sorry wenn ich da nicht helfen kann...
_________________ Leben ist draußen. Denn wer das Abenteuer sucht, darf den Luxus nicht fürchten.
Meine persönliche Erfahrung: Jeden Tag seit Jahren die gleiche übersichtliche Autobahnabfahrtskurve. Maximale Kurvengeschwindigkeiten (heisst: Fahrzeug fängt leicht zu driften an, 2-3km/h mehr wäre der Abflug) bei gleichem Fahrzeug:
Sommerreifen auf trockenem warmen Teer: ca. 90km/h
Grabber ATs auf trockenem warmen Teer: ca. 80km/h
MTs auf trockenem warmen Teer: ca. 75km/h
Sommerreifen bei nassen 4°: 55/h
Winterreifen bei nassen 4°: 65km/h
Grabber ATs bei nassen 4°: 40km/h
MTs bei nassen 4°: 30km/h
Winterreifen auf dünner Schneedecke auf eiskalter Strasse 40km/h
Grabber ATs auf dünner Schneedecke auf eiskalter Strasse: 30km/h
MTs auf dünner Schneedecke auf eiskalter Strasse: unfahrbar (ich bin aus unserer Spielstrasse raus, habe mich beim Abbiegen (5km/h!) tierisch erschrocken, sofort umgekehrt und habe Winterreifen drauf gemacht!)
Im Gelände komme ich mit ATs auf Weichsand oft weiter als mit MTs (die graben sofort). Bei Schlamm hast Du mit ATs allerdings sofort verloren. Meine Lösung nach 10 Jahren: ATs für Gelände und Sommer, Winterreifen für den Winter. Im Gelände bin ich allerdings auch deutlich mehr auf Sand unterwegs als im tiefen Schlamm. Und ich zerre keine Holzanhänger durch nasse Rückegassen.
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Verfasst am: 15.08.2016 19:31:04 Titel:
derBert hat folgendes geschrieben:
Im Gelände komme ich mit ATs auf Weichsand oft weiter als mit MTs (die graben sofort). Bei Schlamm hast Du mit ATs allerdings sofort verloren. Meine Lösung nach 10 Jahren: ATs für Gelände und Sommer, Winterreifen für den Winter. Im Gelände bin ich allerdings auch deutlich mehr auf Sand unterwegs als im tiefen Schlamm. Und ich zerre keine Holzanhänger durch nasse Rückegassen.
Wow, was für ein Vergleich, danke! Das hilft schon mal echt weiter. Gerne mehr solche Erfahrungen :-)
Wir werden (vermutlich) wenig Schlamm aber viel Felsen, Sand, Wellblech haben. Anhänger nein, aber mit der Exkab hinten drauf wiegt der Hilux sofort mal 500-600kg mehr, auch wenn dafür Auflastung/Fahrwerk/Bremsen/Motorleistung angepasst sind/werden.
Mit dabei seit Ende 2007 Wohnort: Frickenhofen Status: Urlaub
Fahrzeuge
1. BMW Z4M 2. Ford F150
Verfasst am: 15.08.2016 20:01:54 Titel:
Goodyear Wrangler Duratrac Zwitter zwischen MT und AT
Bin davor AT's gefahren, Grabber AT². War auch ein guter Reifen aber im Schlamm kein Vergleich. Der Wrangler Duratrac ist aber trotzdem auch bei Nässe gut und relativ leise. Würde Ihn immer wieder kaufen. Auch auf Schnee im Gelände super, hat auch ne Schneeflocke.
Im Winter fahre ich aber trotzdem richtige Winterreifen, da merkt man den Unterschied doch sehr stark.
Goodyear Wrangler Duratrac Zwitter zwischen MT und AT
Bin davor AT's gefahren, Grabber AT². War auch ein guter Reifen aber im Schlamm kein Vergleich. Der Wrangler Duratrac ist aber trotzdem auch bei Nässe gut und relativ leise. Würde Ihn immer wieder kaufen. Auch auf Schnee im Gelände super, hat auch ne Schneeflocke.
Im Winter fahre ich aber trotzdem richtige Winterreifen, da merkt man den Unterschied doch sehr stark.
Ist aber in fast keiner Dimension lieferbar und das schon ewig und drei Tage.......
Mit dabei seit Mitte 2006 Wohnort: Schäbisch Sibirien Status: Verschollen
Fahrzeuge
1. ja, hab ich
Verfasst am: 16.08.2016 09:04:27 Titel:
Schon mal über die Kombi AT und (bei Bedarf) Gleitschutzketten nachgedacht? Wie weiter oben schon angemerkt- den Vorteil von MT spielst du nur im Schlamm richtig aus.
Ich hab einen durchaus merkbaren Mehrverbrauch mit grobstollogen MT`s. Ich fahre Yokohama Geolander MT.
Man hört ihn durchaus wenn ich damit mal auf die AB muss...
Ist für mich ein reiner Offroad reifen.
Als Strassenreifen dann der Pirelli Scorpion "irgendwas". Leise, Spurttreu, Verschleissarm & total Langweilig. Reinster Vernumft-Reifen. Auf Waldwege & leichtes geröll tut der auch seine Dienste. Bei nässe eher & bei Schnee ist kein Halt.
Für die Kalte Jahreszeit hab ich bei den 4x4`s den Bridgestone Blizzak. Auf Schnee & trockenem Eis eine Wonne.
Nasses Eis geht sowieso nur mit Spikes oder Kette. Mein Einsatzbedarf schreibt nicht zwingend Spikes vor.
Somit lande ich easy auf 3 Satz Pellen.
Ich hab "leider" für unsere jehweilige Fahrzeuge deutlich mehr als 3 Satz Bereifung pro Vehicle... Ist ein Teurer Spass aber ich möchte da ungern Kompromisse eingehen. Klingt "grosskotzig" sollt`s aber nicht sein
Ich hab diese Kombis jehweils als "Hauptsätze" für unsere 4x4 Fahrzeuge. Es gibt noch ein paar andere, die lass ich aussenvor.
Was der Lobsang über gezielt BFG AT hergibt, kann ich kaum Nachvollziehen. Ja, er ist Spurtreu, hällt EWIG (wobei dort auch deutliche Meinungs&Erfahrungsunterschiede vorliegen) & ist Stabil (Seitenflanken). Aus Teer lässt es sich angenehm bewegen. Bei Nässe auf Teer ist er nicht mehr Spassig & im sog "Offroad" Bereich sei es Sand oder Schlamm bin ich nicht überzeugt. Im Matsch setzt er zumindest zügig zu. Das bisschen was ich bislang damit im Sand war, war soweit iO. Fehlt mir etwas den vergleich.
Mit dabei seit Mitte 2007 Wohnort: Bruckmühl Status: Urlaub
Fahrzeuge
1. rasender Campingstuhl mit Flügeln 2. Ovlov 3. Dnepr MT11 4. Honda Transalp 5. ½ Y60 6. ¼ DiscoIV8
Verfasst am: 16.08.2016 14:13:51 Titel:
patrolrider hat folgendes geschrieben:
Mein Tip:
Der neue Cooper ST Maxx, ist ein Mittelding zwischen MT und AT
und mein nächster Reifen
Geiles Teil, jawoll.
Haben den als Vernunftreifen auf den Patrol gesteckt und war auf dem Offroadfestival echt überrascht, wie gut der vermeintliche AT dann doch im Matsch ging, wenn man auf 1,5bar runtergeht.