...und hat diesen Thread vor 1834 Tagen gestartet!
Fahrzeuge
1. Mercedes ML W164 2. Mercedes GLC X253 3. Land Cruiser KZJ 73 4. Land Cruiser RJ 70 5. Punto 16V 6. Pajero V20 7. Golf 7 8. Suzuki SJ 9. MAN TGX 18.400
Verfasst am: 20.10.2021 06:17:29 Titel: 5M Tour 2021
Hallo zusammen,
nach der sehr schönen Erstausgabe war eine Wiederholung für 2020 eigentlich fest eingeplant.
Leider zwang uns die damalige Gesetzeslage die Tour 2020 sowie (als Ersatz) die Six Dunes 2020 zu streichen.
Die Vorfreude auf die 3. Edition der Five Mountains Tour war dementsprechend groß.
Gefahren wurde diesmal mit Thomas.
Meine tolle Frau und mein Freund Marc blieben leider zuhause. Mein alter ML500 spendete das Dachzelt, Funk und paar Navigation Spielereien.
Der Pajero V80 von Thomas ist ein sehr unscheinbares “kleines” Rennauto ohne Käfig oder aufdringliche Ausstattung.
Dafür verursacht das leicht überdimensionierte Radflo 2,5” Fahrwerk von ORE ein breites Grinsen wenn mit leicht überhöhter Geschwindigkeit über Schotterstraßen gefahren wird.
Das grobe Ziel der Tour waren diesmal Kroatien, Bosnien und Montenegro bis an die albanische Grenze.
Aufgeteilt auf neun bzw. zehn Tage ging es auf Schotter- und Geröllpisten täglich weiter Richtung Süden.
Gemütlich ging es von Stuttgart in einem Rutsch bis zum Starthotel auf Krk.
Es lief besser als gedacht und so konnten wir von unterwegs einen late night Check-In im Starthotel organisieren.
Ausgeschlafen und satt vom Frühstück wurden erstmal tolle Autos von den anderen Teilnehmern beglotzt und bestaunt.
Es ist immer wieder erstaunlich was es alles an Zubehör für z.B. den Defender oder den Wrangler gibt.
Im Lauf des Tages haben wir uns mit Marcus, Niccii und Tobias getroffen.
Marcus ist der Fahrer des schönen W123 und Tobias der Fahrer des überaus schönen (Defender 110) HUE 166.
“Unser” kleines Urlaubsreiseteam war komplett.
Die Aufgabenverteilung war ohne viel Worte ganz klar.
Der V80 fährt vor und gibt Gefahrenstellen durch, der W123 treibt die Durchschnittsgeschwindigkeit hoch und Tobias der “Offroad-Neuling” versucht dem W123 hinterherzukommen um gleich zu wissen was geht und wie es geht.
Kleines Briefing von Flashman und der Crew vor dem Hotel und schon war die Tour eröffnet.
Per Roadbook und Track ging es auf Urlaubstour.
Kleine Distanz Fehler im RB machten das Fahren spannend und keineswegs langweilig.
(evtl. ist der GPS Empfänger im A60 Handy, welcher für den Wegstreckenzähler benötigt wird, nicht der beste)
Der Track half jedoch immer aus der Situation.
Kurz nach Veranstaltungsstart öffneten sich die Wolken.
An acht Tagen hörte der Regen nur minutenweise auf.
Schnee gab es zwischen 1500 und knapp 2000m.
Heftige Stürme und waagerechter Starkregen kündigte in den Bergen den Herbst an.
Aufgrund des anhaltenden nass-kalten und stürmischen Wetters war daher der schönste, angenehmste und beste Platz im Pajero.
Folglich wurde früh gestartet um möglichst alle Tracks gemütlich zu fahren und lange im Auto zu sitzen.
Diese Entscheidung hatte jedoch auch Nachteile. Das ursprünglich geplanten Dreierteam aus Pajero, W123 und Defender war nur recht selten gemeinsam unterwegs. Zu unterschiedlich waren die selbstgewählten Startzeiten.
Campiert wurde im Dachzelt bzw. auf dem Feldbett unter der Markise oder in einfachen Unterkünften bzw. auf den Campingplätzen.
Mit Online Vorausbuchung war es nie ein Problem eine Unterkunft zu bekommen.
Und grundsätzlich hilft ein guter Kaffee, Wein oder gutes Essen immer, aber immer, auch über mehrtägigen Dauerregen oder abgefuckte Hotelzimmer hinweg zu sehen.
So ging es zumindest uns immer…..
Ab und an waren auch ein paar kleine Abstecher in Cafés angesagt
Die Tagesetappen waren diesmal, gefühlt, recht kurz.
Hätten von mir aus gerne länger sein können.
Die beiden letzten Tage komprimierten wir auf einen Tag.
Wir waren eingespielt und konnten recht zügig Strecke machen.
Das Roadbook war daher leider schneller zu Ende als erhofft.
Landschaftlich eine echte Steigerung zu 2019.
Sehr sehr schöne Routen hatten sich da Marco und Andreas für die Teilnehmer ausgesucht.
Strecken wie die Iron Mountain 1.0 fanden wir sehr schön und abwechslungsreich.
Zur “Halbzeit” wurde in Sarajevo das Auto gründlich gecheckt.
Schäden oder Verschleißerscheinungen gab es nicht.
Heimwärts ging es diesmal über den Landweg.
Thomas und ich waren noch in der Schweiz zu einem kleinen Breslau Treffen eingeladen.
Da Thomas und ich sehr gerne Autofahren und gutes Essen schätzen, war das Zwischenziel (ein Abendessen im Hafen von Rijeka) gesetzt.
Freitag gegen 18Uhr kamen wir tiefenentspannt im 750 km entfernten Rijeka an.
Ein gutes Fischlokal konnten wir mit Google finden.
Gestärkt und mit vollem Bauch ging es die anderen 750 km weiter Richtung Schweiz.
Zum Sonnenaufgang waren wir am Luganer See.
Kurze Zeit später im Ziel Hotel in Zug.
Nach kurzem Frühstück und “Mittagsschlaf” waren wir pünktlich und ausgeschlafen Samstagnachmittag bei der “after Breslau Party”.
Den Landweg werden wir zukünftig immer nehmen.
Es war weitaus schneller, günstiger und sehenswerter als die Variante Durres -> Ancona.
Über eine top Autobahn ging es immer weiter nach Norden
Die Organisations Crew machte unserer Meinung einen großartigen Job.
Aufgrund der extremen Bandbreite an Fahrern und deren selbst Ein- oder Überschätzung zum fahrerischen Können, war es sinnvoll Streckenteile abzusagen bevor einige (Achtung Insider) “forciert” die Böschung runter schanzen oder im Wald ein Duell mit einer Forstmaschine oder einem Baum verlieren.
(damit ist nicht der “Forcierer” im W123 gemeint”)
Auch verstand ich nicht, wie einige die Tour zu “anspruchslos” finden.
Ich persönlich fand es sehr anspruchsvoll bei “leicht erhöhtem” Tempo auf öffentlichen einspurigen Strassen/Pisten um enge 90° Kurven zu fahren ohne zu wissen ob Gegenverkehr in Form von Kuh, Hund, LKW oder Golf 2 kommt.
Jeder hat es selber in der Hand bzw. im Fuß wie anspruchsvoll und nachhaltig so eine Tour werden kann.
Alle die sich angesprochen fühlen…
Ich würde mich freuen wenn wir uns bei einer der vielen Rallyes über den Weg laufen.
Oder wir fragen den Flashi nach den Auswertungen der Tracker…
Durchschnittsgeschwindigkeit für jedes Kapitel.
Sollte ja kein Problem sein.
(Würde mich mal interessieren wie schnell einer derer unterwegs war, dem die Tour zu “anspruchslos” und langweilig war)
Für alle anderen die diese Tour, wie Thomas und ich, als entschleunigende Urlaubstour mit Essen und Übernachtungsmöglichkeiten fernab des gewohnten sehen, die Zeit nutzen um anzuhalten und versuchen die teilweise einfach unbeschreiblichen Eindrücke für die “Zuhausegebliebenen” in Bildern “einzufangen”.....
Leider lassen sich eiskalter Wind und Zufriedenheit nicht in Bilder einfangen.
Mein Versuch möglichst viel vom erlebten mit nach Hause zu nehmen sind ein paar Bilder von unvergesslichen Momente von schönen Orten und Erlebnissen des Balkan welche in dieser Konstellation nie wieder kommen.
Ich habe neue nette und auch paar “komische” Menschen kennengelernt.
Eine schöne Tour. Der Urlaub hat sich gelohnt.
Ich bereue nichts.
Danke für die Aufmerksamkeit
_________________ Liebe Grüße Robert
Nichts ist für die Ewigkeit. Nutze Deine Zeit, bleibe in Erinnerung und lebe Dein Leben.
Zuletzt bearbeitet von Robert Stückle am 20.10.2021 16:21, insgesamt 2-mal bearbeitet
Hallo Robert. Danke für den tollen Bericht und die sehr schönen Bilder.
Habe schon die ganze Zeit nach Berichten oder Bilder der Tour gesucht, aber nur sehr wenig gefunden.
Ich hatte auch auf Bilder von "unterwegs", also während der Tour gehofft,
aber leider auch nix. Vielleicht ja auch keine Zeit oder das Wetter war zu schlecht.
Daher habe ich deinen Bericht besonders "genossen", nochmals herzlichen Dank dafür.
Wir waren auch angemeldet und mussten kurz vor Start wegen Motorschaden an unserem Defender absagen !
Der steht immer noch in der Motorenwerkstatt da benötigte Ersatzteile fehlen.