Es fing alles mit einem Trip nach Nordnorwegen an, nachdem ich schon länger mal die Videos von BV206er und ihrer
Geländegängigkeit betrachtet hatte.
Ein BV206 ist allerdings von den Betriebskosten her fast unbezahlbar, da z.B. alleine eine neue Kette mit grob € 3000,- zu Buche schlägt.
Bei einem BV202 halten sich die Kosten hier glücklicherweise mit €300 - 400,- in Grenzen.
Also auf nach Nordnorwegen. Die Flüge gingen von den Preisen her auch noch, da ich sowieso noch Bonusmeilen verbraten musste.
Der Flug nach Oslo war also kostenneutral.
Also auf nach Norwegen. Freitags mit -10 Grad begrüsst, gingen die Temperaturen am Samstag noch auf angenehme -20Grad runter.
Ich war das erste Mal mit einem derartigen Gefährt unterwegs, da ich es vorher nur von Bildern und Videos kannte.
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1. Tesla Cybertruck 2. Volvo TGB 11/11 Panzerjäger
Verfasst am: 16.05.2011 13:41:03 Titel:
Den BV202 gibts grob in zwei wesentlichen Versionen.
1. BV202 N mit einem B18 Motor und einer mechanisch hydraulischen Steuerung
2. BV202 NF1 mit einem B20 Motor und einer hydrostatischen Steuerung.
Vom Gefühl her ist der Unterschied ungefähr so wie bi einem GW mit 9.00 Reifen mit und ohne Servolenkung.
Es wurde also nach einem NF1 Ausschau gehalten, um den Unterschied in der Steuerung kennen zu lernen und zu entscheiden
was es denn nun werden sollte.
Im Dezember stand sowieso der Jahresurlaub in Nordwegen incl. dem letzten Konzert von A-HA in Oslo an.
Es wurde ein Händler mit NF1 in der Nähe von Oslo und eine Privatanbieter in der Nähe von Östersund gefunden.
Kaum in Oslo angekommen, hab ich mich dort mit einem Bekannten getroffen und bin mit ihm nach Skotselv.
Insgesamt standen 5 NF1 zur Auswahl.
Man konnte sehen, daß sie lange nicht bewegt worden sind, aber zur allgemeinen Verwunderung sprang der NF1 nach ein paar
Umdrehungen bei -15 Grad an.
Allerdings waren die Tanks ziemlich leer und nach ein paar Minuten war der Ofen wieder aus.
Das Drama nahm sein lauf.
Vermutlich hatten die Vergaser zum Schluß einiges an Schmodder angezogen und die Wiederbelebung zog sich hin.
Kurz gesagt......nach 4h in absoluter Dunkelheit und weiter fallenden Temperaturen wurde das Vorhaben aufgegeben und
ein Termin für die Rücktour aus dem Urlaub vereinbart.Bis dahin sollte der ausgesuchte NF1 einwandfrei laufen.
Na ja.....erstmal nach einem genialen A-HA Konzert in Oslo weiter in den Urlaub in die Nähe von Trondheim.
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Verfasst am: 16.05.2011 13:57:40 Titel:
Na ja...... ich hatte ja noch einen in der Nähe von Östersund bei blocket.se gefunden.
Also dort erstmal angerufen und nochmal nach dem Zustand und der Fahrbereitschaft gefragt.
Von unserem Urlaubsort bis Östersund und wieder zurück waren immer eine Tagestour von knapp 750km.
Nich unbedingt das was man im Winter unternimmt und dann ists mit der Probefahrt wieder nix.
Doch ....Zustand ist OK.......Fahrzeug läuft......
Die Bilder sprachen eigentlich auch dafür.
Also eines Tages morgends früh los.......unterwegs noch kurz bei Lundhags in Järpen und bei Woolpower / Ullfrotte hängen geblieben.
Ja....was soll ich sagen......die Probefahrt war völlig unproblematisch und der Unterschied in der Steuerung wirklich sehr deutlich
spürbar.
Der Zustand war wirklich klasse und von Schweden nach Deutschland keinen Zoll zahlen zu müssen sprach zusätzlich für den Schweden.
Dein Fahrzeug hab ich ja schon im C303.de gesehen, aber an das schöne Bild kann ich mich gar net erinnern.
Dann haben wir also den gleichen Motor (B20A)? Mein neuer B20A sieht auch so hübsch aus - aber Verteiler sind bei meinen B20A andere drin, sowohl der originale als auch der 123-Verteiler - was ist denn das für ein Verteiler bei dir!?
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Verfasst am: 16.05.2011 14:10:53 Titel:
So......wie nun das neue Spielzeug nach Deutschland holen.
Nach langem rumtelefonieren war klar, daß es spontan nicht gerade einen günstigen Transport via LKW nach Deutschland gab.
Also hies es Fährtarife prüfen. Travemünde - Malmö ergab den günstigesn Tarif für ein 12m Gespann.
Also buchen und los......
Ende Februar hatten wir das Glück, da wir bis hoch nach Östersund keiner Schnee oder Eis auf der E4 hatten. Das sicherte ein
gutes Vorankommen für den Hin- und Rückweg.
Mittwoch: Malmö -- Stockholm -- Östersund. 1100km mit Anhänger in 13.5h
Donnerstag Malmö -- Upsala -- Örebro -- Malmo. Auch ca. 1100km mit beladenem Anhänger in 14.5h zurück
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Verfasst am: 16.05.2011 15:09:37 Titel:
Parallel zu den Fahrerfahrungen ging es natürlich darum den BV202 auf die Straße zugelassen zu bekommen.
Hmmmm der erste TÜVer um die Ecke schlug leider direkt das falsche Vokabelheft auf und erzählte immer etwas von einem
militärischen Spezialfahrzeug. Er war zwar sehr bemüht, aber so richtig zu Potte kam er nicht.
Ich hatte allerdings schon vor dem Trip im November Kontakt zu einem TÜV-Prüfer in Mannheim aufgenommen und ihm im Vorfeld schon
einige Unterlagen und Gutachten geschickt. Von dort war schon das OK gekommen, aber ich wollte mir eigentlich die 600km Tour sparen.
Nun.....bleibt einem wohl nichts anderes übrig.
Durch die Vorbereitung lief die Prüfung recht locker aber.
TÜV-Prüfung,
Oldtimer-Gutachten,
Geräuschmessung (die Vergleichsgutachten waren vom BV202 N mit dem anderen Motor)
Ausnahmeprüfung wegen der Bremsanlage.
Die Ausnahmegenehmigung ist notwendig, da entgegen der Vorschrift der StVZO die Bremsanlage nicht direkt mit den Rädern (welchen Rädern
überhaupt) verbunden ist.
Beim Straßenverkehrsamt war dann die nächste Hürde zu nehmen. Man wollte erst nicht und suchte verzweifelt nach Verordnungen, die
verhindern würden, daß der BV202 auf die Straße kommt.
Einerseits blockte der TÜVer in Mannheim alle Einsprüche der Straßenverkehrsamtes und der Bezirksregierung ab andererseits kam das
Brand im hohen Venn doch irgendwie passend, da mit dem BV202 sowieso eine Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz geplant ist.
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Verfasst am: 16.05.2011 15:13:50 Titel:
Ja.....die Freigabe der Ausnahmegenehmigung bzgl. der Bremsen ging hoch bis zum Ministerium,
da sich dort die Bezirksregierung auch ein NEIN erhoffte, aber leider nicht bekam.
Es ist natürlich einfacher, wenn man etwas nicht selber entscheiden will, dies an die nächst höhere Stelle weiter zu geben.
Dumm nur, wenn die dann grünes Licht gibt
Also......inhaltsschwer am Freitag den 13. hin zur Anmeldung......
"Doing all kind of crazy dirt offroad stuff, whether it is dune buggys, rock crawlers, mud trucks, monster trucks, trophy trucks, we are going out there on the adventure, wanna go see stuff, drive over stuff, playing in the mud, driving in the woods, camp out, sit by the fire and you know, just do basic, crazy fun offroad things." Fred Williams
Andere Frage: Wie ist der Kettenverschleiß so im Straßenbetrieb? Oder karrst den eh lieber aufm Trailer an den Einsatzort (besser isses wahrscheinlich)?
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Verfasst am: 16.05.2011 15:21:01 Titel:
@StefanR
Die Ketten sind eigentlich das geringste Problem, da es Gummketten sind. Es sind ja keine Stahlketten wie bei einem Panzer.
Sie hinterlassen auf der Straße weniger Spuren als wenn ein Sattelauflieger mit einem 3-Achs-Auflieger dreht.
Der Bodendruck des BV202 ist pro Fläche geringer als die eines Langläufers.