Wenn der Achskörper aus Guss ist, muss mit speziellen Verfahren geschweißt werden, damit es stabil bleibt und selbst dann lassen sich sinnvoll nur Halterungen an die Achse schweißen, nicht aber z.B. Achsrohre selbst.
Die Amis bauen deshalb bei Wettbewerbsfahrzeugen meist die kompletten Achskörper inkl. Diffgehäuse aus Stahl neu.
Ist der Achskörper beim Santana nicht ne nachgebaute Rover Achse? Dann sind das Formteile, perfect schweissbar (nkl. Diff). Kein Guss. Ausnahme könnten Achsschenkel und Co sein.
_________________ Leben ist draußen. Denn wer das Abenteuer sucht, darf den Luxus nicht fürchten.
Verfasst am: 01.01.2012 20:16:11 Titel: Re: Warum Achskörper nicht schweissen
irishwolf hat folgendes geschrieben:
Werkstattmeister sagt: das würde er nicht mal beim eigenen Fahrzeug machen und schon gar nicht bei Kundenfahrzeugen.
Natürlich nicht, weil er es wohl a) nicht kann und b) aus Haftungsgründen auch nicht darf.
Das Thema hatten wir doch schon im Frühjahr durch, als der Santi mit "Beinbruch" zum Verkauf stand. Da ist eine Reibschweißung gebrochen, mehr nicht. Ja, als Hobbybastler mit Chinaschweißgerät lässt man da besser jeden Reparaturversuch bleiben.
Aber mit entsprechendem Equipment, insbesondere einem präzise (!) spannbaren Führungsapparat hält die Achse mit schöner Orbitalnaht besser als neu. Hab das bereits bei einigen LKW-Achsen durch, tadellos.
Im Raum Frankfurt kann ich Dir jemanden empfehlen, die letzte Achse (Anhänger) hat mich knapp 90€ netto gekostet, samt Nahtprüfung.
Verfasst am: 01.01.2012 21:00:06 Titel: Re: Warum Achskörper nicht schweissen
Sir Landy hat folgendes geschrieben:
irishwolf hat folgendes geschrieben:
Werkstattmeister sagt: das würde er nicht mal beim eigenen Fahrzeug machen und schon gar nicht bei Kundenfahrzeugen.
Natürlich nicht, weil er es wohl a) nicht kann und b) aus Haftungsgründen auch nicht darf.
Das Thema hatten wir doch schon im Frühjahr durch, als der Santi mit "Beinbruch" zum Verkauf stand. Da ist eine Reibschweißung gebrochen, mehr nicht. Ja, als Hobbybastler mit Chinaschweißgerät lässt man da besser jeden Reparaturversuch bleiben.
Aber mit entsprechendem Equipment, insbesondere einem präzise (!) spannbaren Führungsapparat hält die Achse mit schöner Orbitalnaht besser als neu. Hab das bereits bei einigen LKW-Achsen durch, tadellos.
Im Raum Frankfurt kann ich Dir jemanden empfehlen, die letzte Achse (Anhänger) hat mich knapp 90€ netto gekostet, samt Nahtprüfung.
korrekt .
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Mit dabei seit Mitte 2011 Wohnort: Eich Status: Verschollen
Fahrzeuge
1. Defender 110 CSW, 200 Tdi
Verfasst am: 03.01.2012 00:06:20 Titel:
So wie sie aussehen, sind die Rover-Achsen im Abbrennstumpfschweissverfahren zusammen gebaut. Reibschweissen kaeme auch noch in Frage. Bei Ersterem braucht die Schweissflaeche nicht so genau vorgearbeitet zu sein, bei Letzterem wird eine noch hoehere Scheissnahtguete erreicht.
Wie dem auch sei, die beiden Verfahren lassen sich nur bei rotationssymetrischen Bauteilen, also Zylindern und Rohren, anwenden.
Beide Verfahren sind in serie einfach und billig mit besten Ergebnissen durch zu fuehren.
Das von Sir Landy erwaehnte Orbitalschweissverfahren funktioniert auch bei Einzelstuecken sehr gut, erfordert aber grosses Koennen und Erfahrung vom Schweisser.
Ich persoenlich schweisse auch an meinen Achsen alles bis auf die Achsrohre.
Ich habe inzwischen leider etwas wenig Uebung, um das Ergebnis immer im ersten Anlauf gut hin zu bekommen.
Ich bin schon sehr gespannt, wie ich die Differentialdeckel von Devon 4x4 so drauf geschweisst bekomme, dass ich danach nicht so viel richten muss.
Vermutlich werde ich danach die Achse ernsthaft richten duerfen.
Oder ich verbiege sie vorher schon auf der Presse so, dass sie sich wieder gerade zieht.
Hat hier jemand Erfahrung und eine gute Idee dazu?
Falls es Dich beruhight, wir haben unter Vorder- und Hinterachse massives U-Profil als Verstärkung geschweisst und das ganze hinbekommen, ohne danach eine krumme Achse zu haben. Wenn man es also richtig und in Ruhe angeht, bleibt die grade. Da sollte so ein Diffdeckel auch kein größeres Problem sein. Abkühlen lassen und nicht soviel Hitze auf einmal einbringen.
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