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...und hat diesen Thread vor 4180 Tagen gestartet!
Fahrzeuge
1. Volvo XC60 2. Y60 kurz in D, Landcruiser 79 V8 in Südafrika
Verfasst am: 03.06.2015 09:13:35 Titel:
Aber wenn doch Fett/Bremsenpaste um diesen Ring fehlt oder Mangelware ist, dringt doch sofort Wasser ein und die Geschichte beginnt sofort zu korrodieren.
Da Rost aber etwa das vierfache Volumen von Stahl hat, führt das wiederum umgehend dazu, dass der Dichtring zusammengequestscht wird, der Kolben nicht gleichmäßig und schief gleitet und die Beläge dann schief ablaufen und die Bremsscheibe dann beschädigen (so halt vor 2 Wochen).
Wenn ich die Bremssättel entroste, befindet sich immer auch Rost unter diesen Dichtringen und halt am herausgedrückten Teil des Bremskolbens.
Nach einem Bad in Entroster/Phosphosäure wird der Restrost in der Dichtring-Nut im Bremssattel von mir immer mit einem Dremel und Mini-Flex-Scheibe vorsichtig ausgeschliffen, führt aber im Endeffekt auch dazu, das der Dichtring nicht mehr 100% in der vorgesehen Position sitzt.
Der Ring wird großzügig mit Paste bestrichen, unter den Faltenbalg des Bremskolbens kommt so viel Fett wie irgendwie möglich. Der ganze Sattel wird mit Owatrol und Brantho Korrux gestrichen bis in den Sitz des Faltenbalges, nicht unter den Sitz des Dichtrings.
An der hinteren Bremse gibt es zusätzlich diesen Führungsstift, der zumindest bei dem Herth und Buss Austauschsattel auch völlig ungefettet ankam. Das Ding saß beim deutschen nach 2 Jahren fest (wobei man eigentlich GLÜCKLICHERWEISE sagen kann) und beim Afrikaner nach 3 Jahren.
Bisher habe ich festgestellt, dass die von mir selbst überarbeiteten Bremssättel/Kolben erheblich länger halten, als ungefettete/unüberarbeitet Austauschteile auch von Qualitätsherstellern.
Bisher habe ich eine ganze Menge an Sätteln so überarbeitet: 4 vom X-Trail, 4 vom deutschen und 4 vom Afrikaner. Probleme gab es nach der Überholung bei keinem Fahrzeug, obwohl mir in einem früheren Thread, als ich die Sache mal beschrieb, absolute Unfähigkeit und verantwortungsloses Verhalten vorgeworfen wurde.
@Defektor: "Nach jedem Schlammspielen und öfter im Winter die Kolben spülen verlängert die Lebensdauer enorm."
Wie kann ich mir das vorstellen? Du baust die komplette Bremse aus, entfernst die Kolben und alle Dichtungen, reinigst das und wieder rein damit? Das verstehe nun gewiss falsch, ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass dieses ständige Ein- und Ausbauen die Lebensdauer erhöht. Und nach jedem Schlammspielen einen ganzen Tag Bremsenreinigung?
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1. Isuzu Trooper V6 2. Opel Astra V6
Verfasst am: 03.06.2015 09:29:07 Titel:
Zitat:
Nun zum eher entscheidenden: Damit der Kolben an der Dichtringfläche nicht verschleißt, muss er "hart" sein. Normale Wellendichtringe brauchen ca. 45 HRC.
V2A (1.4301) ist nicht härtbar, wird also an der Dichtfläche verschleißen.
Also sucht euch besser einen härtbaren, rostfreien Stahl.
Sei mir bitte nicht böse...einen RWDR mit einem Rechteckring für statisches dichten zu vergleichen...das ist grober Unfug...
Das RWDR eine harte Oberfläche braucht, auch gerne mehr, wie 45 HRC ist richtig...tut aber hier nichts zur Sache.
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Verfasst am: 03.06.2015 10:38:40 Titel:
Stobi, beim Defender gibt es keinen Faltenbelag.
Die Kolben liegen zwischen Sattel und zunehmend dünner werdendem Belag frei und genau das ist der Bug.
anbei meine wertefreie Analyse der original Stahl Kolben und der Edelstahlkolben von Britpart für den Defender
original aus Stahl:
Material: 1.0038 S235JRG2 ST37 oder ST52 also eigentlich nur Schrott (Baustahl)
Härte: 0 HRC (weich)
Beschichtung: Chrom
Oberflächenrauigkeit:
RZ=1,38
RA=0,23
Wärmeausdehnungskoeffizient 20 ºC – 200 ºC ca.11,0-12,00 10-6 /K
100 Grad ca. 11,00
200 Grad ca. 12,00
300 Grad ca. 13,00
400 Grad ca. 14,00
Bei einer Erwärmung von 200 Grad und 12,00 würde ein Kolben von 46,00 auf 46,0994 mm wachsen