...und hat diesen Thread vor 1814 Tagen gestartet!
Verfasst am: 14.11.2021 17:32:39 Titel: Aushärtung der Reifen
Es war ja schon öfter zu lesen, dass einige MTs anfangs auch auf Schnee gut zu fahren sind, nach spätestens 3 Jahren aber zu hart geworden sind.
Auch die hoch gelobten ATs von BFG sollen angeblich nur die ersten 3 Jahre wirklich gut sein.
Das Hauptproblem scheint mir das altersbedingte Aushärten der Gummis zu sein....?
Gibt es denn auch Gegenbeispiele - also Reifen, die man (mit genügend Restprofil) auch deutlich länger fahren kann?
Vor allem das Verhalten auf nassem Asphalt wäre mir wichtig.
Muss mir ja irgendwann für Terios und Terrano neue Reifen kaufen, die ich auch im Winterfahren darf, wenn die Übergangsregelung (2024?) ausgelaufen ist. Da mit beiden Autos nur jeweils etwa 6.000 km pro Jahr fahre, möchte die die Reifen natürlich nicht schon nach 3 Jahren wieder austauschen müssen.
Ja, 2024 ist noch etwas hin. Aber der Terios braucht evtl. schon früher neue. Ein Rad verliert 0,5 Bar pro Woche - Tendenz eher steigend.
ich kenne kein Reifen der länger als 3 Jahre weich bleibt, Gummi ist Gummi
die Weichmacher verflüchtigen sich und dann isses einfach vorbei
wenn du soviel Luft verlierst, steckt irgendwo ne Schraube drin, oder Ventil bläst, oder die Felgen sind so rostig das sie am Rand Luft rausdrücken, kann man ja leicht kontrollieren
wenn du so wenig fährst, kannst ja gleich die Winterreifen drauf lassen
Verfasst am: 15.11.2021 02:54:16 Titel: Re: Aushärtung der Reifen
Liebling hat folgendes geschrieben:
Ein Rad verliert 0,5 Bar pro Woche - Tendenz eher steigend.
Sprüh mal mit Seifenwasser den Reifen ab. Zuerst Felgenhörner, dann Ventil und zum Schluss eben komplette Begutachtung der Lauffläche.
Ein dertartiger Luftverlust wäre selbst bei jährlicher Kontrolle zu viel.
Ich finde, am besten ist immer ein separater Reifensatz für jede Saison. So kannst du die Winterreifen im Sommer vor unnötiger Sonneneinstrahlung und Hitze schützen, denn deshalb hat man nie viele Winter mit dem griffigen AT Reifen. Auch da ist aber zu sagen, selbst nach 5 Winter ist ein Reifen nur für diese Jahreszeit mit Vorsicht zu genießen, es ist halt einfach kein Neureifen mehr.
...und hat diesen Thread vor 1814 Tagen gestartet!
Verfasst am: 15.11.2021 10:10:32 Titel:
In der norddeutschen Tiefebene gibt es praktisch keine "winterlichen Straßenverhältnisse". Das ist eine absolute Ausnahmesituation. Kommt manchmal jahrelang gar nicht vor.
Ich brauche am besten Sommer-ATs mit "Alibi"-Schneeflockensymbol und guten Nassbremseigenschaften - und halt im Optimalfall solche, die diese Eigenschaften möglichst lange behalten.
Verschleiß und Rollwiderstand/Spritverbrauch wären mir bei der Laufleistung egal.
Wegen deutlich längeren Bremswegen würde ich nur ungern auf Dauer bei eigentlich immer sommerlichen Straßenverhältnissen mit Winterreifen fahren.
Dass Reifen grundsätzlich mit dem Alter härter werden ist mir klar. Kann mir aber nicht vorstellen, dass das bei allen gleich ist. Es gibt ja auch grundsätzlich unterschiedlich harte Gummimischungen. Ein etwas älterer Winterreifen ist wahrscheinlich immer noch weicher als ein neuer Sommerreifen. Außerdem gibt es mit Sicherheit unterschiedliche Weichmacher bzw. Weichmacher-Ersatzstoffe.
Habe auf dem Terrano Nexen Roadian AT II. Sind etwa 5 Jahre alt und noch immer sehr weich. Haben aber leider kein Bergpiktogramm und neu kaufen kann man die auch nicht mehr. Das Nachfolgemodell Roadian AT 4x4 ist neu schon deutlich härter.
Klar, im Norden gibt es weder Rauhreif noch abends vereisende Strassen.
Hat wahrscheinlich mit der neuentdeckten Klimaveränderung zu tun, die jedoch von Vielen bestritten wird.
Sorry, aber dass Reifen aushärten und ihre (Fahr)Eigenschaften nach gewisser Zeit verändern ist doch eigentlich Teil der Allgemeinbildung eines jeden Autofahrers.
Ist dieser Thread Realsatire oder ein Test?
PS: Wie misst du die Reifenhärte? Mit dem Fingernagel?
_________________ Warum einfach wenn es umständlich auch geht?
Klar, im Norden gibt es weder Rauhreif noch abends vereisende Strassen.
Hat wahrscheinlich mit der neuentdeckten Klimaveränderung zu tun, die jedoch von Vielen bestritten wird.
Sorry, aber dass Reifen aushärten und ihre (Fahr)Eigenschaften nach gewisser Zeit verändern ist doch eigentlich Teil der Allgemeinbildung eines jeden Autofahrers.
Ist dieser Thread Realsatire oder ein Test?
PS: Wie misst du die Reifenhärte? Mit dem Fingernagel?
wenn man sich,egal ob sommer oder winter nur auf die reifen verlässt und nicht auf seinen verstand
sollte man seinen führerschein angeben und mit dem holztretroller fahren !
einfach etwas nachdenken hat in den späten 60ern geklappt und sollte heute auch noch funktionieren. *
* davor ging es auch jahrzehne gut,aber da bin ich noch kein auto gefahren
immerhin 0 (null) verschuldete winterunfälle und sonst auch nur einen beim rückwärts fahren.
Ich bring wieder einmal meinen Lieblingscooper ins Spiel - St Maxx seit 7 Jahren aufm Patrol, fast 70tkm. Profil ist schätzomativ bei 40-50%, leider haben wir am Anfang nicht wirklich rotiert - deswegen ungleich abgefahren.. :/
Luft verliert keiner der Reifen.
Nassperformance ist über die Jahre für mich nicht spürbar schlechter geworden. Bin immer noch beeindruckt. Im Schnee hingegen konstant so lala..aber das ist zu erwarten.
Inwiefern das mit dem (Mangel von?) Aushärtungsgrad zusammenhängt kann ich natürlich nicht sagen und es ist nur mein Erfahrungswert!
Auf meinem 'neuen' Pajero (der diesmal sogar fährt..haha..) sind 2 Jahre alte KO2s mit ca. 7tkm drauf, die rutschen wie sau. Gerade bei Nieselregen ist es wie auf Seife. Absolut kein Vergleich (klar, andere Größe, leichteres Auto, etc. deshalb kaum vergleichbar - aber trotzdem arger Unterschied!!).
Die werd ich jedenfalls länger fahren, ob er bei mir auch schlechter wird mitm Alter.
Bin gespannt was die anderen hier für Erfahrungen teilen, werd das sicher auch in die nächste Reifenentscheidung fließen lassen.
1. Nissan Patrol Y61 2. EX-Nissan Terrano II 2.7 TDi
Verfasst am: 16.11.2021 10:08:40 Titel:
Metalmux hat folgendes geschrieben:
Auf meinem 'neuen' Pajero (der diesmal sogar fährt..haha..) sind 2 Jahre alte KO2s mit ca. 7tkm drauf, die rutschen wie sau. Gerade bei Nieselregen ist es wie auf Seife.
Also das kann ja gar nicht sein. Das ist doch so ein suuuper Reifen. Der rutscht nicht. Wer etwas anderes sagt, ist ihn schon gefahren.
_________________ Big Blue "The Mighty" Patrol
Y61, 3,0l Automatik, 285/75 R 16, OME + 5 cm, 30 mm Spurverbreiterungen, Unterfahrschutz von Lenkung bis VTG, CB-Funk, Rockslider, Snorkel, Seilwinde, "mit ohne" hintere Stoßstangenecken, Stabidisconnect manuell, ASFIR winch bumper, Stahlflex Bremsschläuche ...
Sag' nicht "Jeep" dazu! ...und nein, es heißt nicht Pättrol. Wirklich nicht! Die Betonung muss auf die 2. Silbe. Danke!
Mit dabei seit Ende 2006 Wohnort: Algarve Status: Verschollen
Fahrzeuge
1. Nissan Terrano II 3,0TDI kurz
Verfasst am: 17.11.2021 12:28:49 Titel:
Ich bin auch der Meinung, dass der BFG AT weniger rutscht als der Cooper, daher warich vonCooper auf BFG umgestiegen. Aber rutschig ist dern auch. Ich glaube, ich würde in Deutschland gar keine Geländereifen dauerhaft fahren. Bei uns ist es ja die meiste Zeit trocken.
Mit dabei seit Ende 2020 Wohnort: Rettenbach Status: Urlaub
Fahrzeuge
1. Isuzu D-Max 1 3.0D A 2. Ssangyong Rexton W 2.0 A 3. Wolga M21 4. Tatra 603 5. Shiguli 2101 6. Barkas B1000 7. BMW K100 8. Simson SR50
Verfasst am: 17.11.2021 16:44:57 Titel:
Also, die negativen Veränderungen am BFG AT nach drei, vier Jahren kann ich bestätigen. – Neben dem Winter- leidet auch der Nässegrip; das ist nicht nur durch die geringere Profiltiefe erklärbar. (Außerdem neigt er, wie die meisten AT oder MT, zur Sägezahnbildung, wenn man nicht brutal viel Druck fährt und auf der Straße gern mal flotter um die Ecken fährt und auch gelegentlich heftiger bremst. Und dann werden die Dinger richtig laut.
Empfehlung? Fehlanzeige, wenn es um einen AT oder gar MT gehen soll. Die härten alle aus, speziell wenn sie länger oder öfter auf sehr heißem Untergrund gefahren wurden. Das muss keine Sahara sein, sommerlicher Asphalt reicht.
Gute Erfahrungen habe ich auf dem Niva mit einem Transporter-Winterreifen von Michelin gemacht: dem Agilis Alpin. War auch nach vier Jahren noch sehr ordentlich. Aber, wie gesagt, das ist ein Transporter-Winterreifen für die Straße; da ist er gut. Im Gelände tut der gar nichts ...
_________________ Planung heißt: den Zufall durch den Irrtum ersetzen ...
Mit dabei seit Anfang 2011 Wohnort: Herzogtum Lauenburg
Fahrzeuge
1. G 320 W463 lang 1995
Verfasst am: 20.11.2021 22:07:53 Titel:
Wie wäre es mit dem Grabber AT2? Zumindest teilweise hatten die damals eine Schneeflocke. Meiner Meinung nach hält sich die Alterung in Grenzen.
Ich habe einen Satz mit DOT 1111, relativ wenigen Kilometern und noch viel Profil. Gekauft hatte ich den damals, weil die vorigen (alten) Reifen auf nasser Straße nicht bremsen wollten.
Vielleicht kaufe ich mir den Grabber AT2 nach fast 10 Jahren noch einmal. Die Wintereigenschaften sind nicht sooo toll. Für den Daily Driver empfehle ich richtige Winterreifen.
Handtuch
_________________ Die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest: 42
(Douglas Adams)