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Fahrzeuge
1. Mercedes Vito 115 CDi 4x4
Verfasst am: 12.12.2016 21:50:49 Titel:
Das hat nix mit wenig Interese an Straßeneigenschaften zu tun. Eher mit dem Akzeptieren anderer Fahreigenschaften.
Für den Bremsweg sind nicht nur die Reifen entscheidend, sondern auch Fahrwerk, Schwerpunkt, Zustand der Stoßdämpfer, Zustand der Bremse,...
Entscheidend ist, Daß Du weißt, was Dein Auto macht, wenn Du in die Eisen steigst und dann Dein Fahrverhalten anpasst.
Und auch Du wirst nicht umhin kommen, Deine eigenen Erfahrungen zu machen.
Anregungen und Denkanstöße gab es ja bereits zuhauf.
Kini
_________________ "Aber sie beschützen uns doch vor Terroristen!" liegt nur eine Schublade über "Aber er hat doch Autobahnen gebaut."
Nie so tief bücken!
auf twitter von @haekelschwein
Kein Popel mehr.
Straßen sind Ausdruck unseres Unvermögens, eigene Wege zu finden!
ich denke es auch und habe es gelesen und gehört - alledings immer in Form von ....sagen wir mal "subjektivem Empfinden".
Ja, klar bin ich (zumindest in diesem Fall und noch) ein Theoretiker. Zwar würde ich gerne alle in Frage kommenden Reifen und ihre Eigenschaften selbst in der Praxis testen, aber dafür reichen momentan meine finanziellen Mittel nicht ganz aus. Der eine oder andere mag das vielleicht auch schon mal erlebt haben...
Mir kommt es so vor (und das ist jetzt auch gar nicht böse gemeint), als wenn du etwas ....sagen wir mal "gedankenlos" unterwegs bist. Kann ich verstehen und war ich früher auch. Habe meine ATs auf dem Patrol auch immer weiter gefahren - halt etwas mehr Abstand zum Vormann gehalten und mir auch sonst nie Sorgen gemacht - bis mir mal bei 110 km/h nachts auf nasser Straße ein Rudel Wildschweine vors Auto gelaufen ist. Da habe ich zum ersten mal richtig gemerkt, dass das Auto nicht annähernd akzeptabel bremste. Bin trotzdem noch weiter mit den Reifen gefahren (war noch reichlich Profil drauf) - dann halt noch vorsichtiger.
Ich will das aber so nicht mehr. Ich will einigermaßen entspannt fahren und nicht immer mit dem Schlimmsten rechnen müssen.
@Holgi
Danke für die Werte. Sind halt schwierig einzuordnen, wenn es keine Vergleichswerte gibt. Wenn du mal ganz viel Zeit und Lust hast, könntest du ja mal bei nasser Straße eine Vollbremsung aus 80 km/h machen. Dann könnte man den Wert mal mit den Label-Angaben vergleichen.
Ich werde aber auch mal mit unseren aktuellen PKW eine Vergleichsmessung machen.
Vielleicht haben ja auch andere Mitleser Lust, mal selbst zu messen und zu berichten
Moins
Der Unterschied im Bremsverhalten zwischen ATs und MTs ist nicht soo gross, aber den einen oder anderen Meter macht es schon aus (negativ bei den MTs).
Warum?
Ganz einfach - bauartbedingt bringt ein MT ganz einfach weniger Traktion bzw. Reibung auf den Asfalt, weil er im Vergleich zu ATs (oder gar Winterreifen) weniger Aufstandsfläche hat (durch die breiteren Profilkanäle) und sich die Stollen beim Bremsen auch verwinden/biegen/wie Du es auch immer nennen willst.
Entspannt fahren kannst Du nur, wenn Du alleine auf der Strasse bist. Und selbst dann kann Dir immer noch irgendwas (Ball/Kind/Wild/Radfahrer/Fußgänger/Trecker) überraschend vors Auto springen/whatever.
Ich bin einer von denen, die Jahr und Tag nur mit MTs unterwegs sind (einziges Auto). Da passt man seine Fahrweise eben an und gut ist.
...und hat diesen Thread vor 3612 Tagen gestartet!
Verfasst am: 14.12.2016 09:06:23 Titel:
Hört sich nicht so an, als hätten die Hersteller da viel Spielraum:
Testbedingungen für EU-Reifenlabel
Kraftstoffeffizienz (Rollwiderstand)
Gemessen wird der Rollwiderstandbeiwert in kg/t bei 80 km/h und der Belastung von 80% der maximalen Reifentragfähigkeit auf einem Trommelprüfstand. Nach Abgleich mit einem Referenzprüfstand erfolgt die Zuordnung zu der entsprechenden Klasse A–G.
Nasshaftung
Gemessen wird der Haftbeiwert zwischen Fahrbahn und Reifen auf einer bewässerten Strecke im Vergleich zu einem standardisierten Vergleichsreifen (SRTT - Standard Referenz Test Tyre). Der normierte Messwert (Bezugstemperatur und Bezugsgriffigkeit der Messstrecke) wird der entsprechenden Klasse zugeordnet.
Externes Rollgeräusch
Gemessen wird der Geräuschpegel des Reifens bei einem rollenden Fahrzeug bei 80 km/h (bei Nkw – 70 km/h) in dB(A) auf einer nach ISO 10844 spezifizierten Messstrecke. Nach Normierung auf die Bezugstemperatur erfolgt die Zuordnung zu den vorgegebenen Klassen.
Zitat:
Deutliche Kritik übt der Autoclub hingegen an dem Reifenlabel, das inzwischen gesetzlich vorgeschrieben ist. "Für die Kaufentscheidung ist das Reifenlabel absolut ungeeignet. Sowohl der beste als auch der schlechteste Reifen landen in der zweitbesten Kategorie 'B'", sagt ACE-Reifenexperte Gunnar Beer. "Mit der Realität hat das nichts zu tun. Hier muss die EU im Sinne der Verbraucher nachbessern, besser kontrollieren und härtere Strafen bei Missbrauch durchsetzen."
Spezialanfertigungen statt Standardprodukte: Das finnische Unternehmen Nokian Tyres hat jahrelang bei Reifentests betrogen und der Fachpresse modifizierte Pneus bereitgestellt.
Auch das war schon vor Zeiten hier mal Thema - und man hätte es per Suchfunktion auch finden können.
Aber Leute die mit wirklichen Problemen hier ankommen und fachlichen Rat suchen, werden mit Kluchschieterei und Überheblichkeit ganz schnell wieder vergrault.
Naja, Hauptsache ist ja dass die anwesenden User sich wohl fühlen.
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Fahrzeuge
1. Ford Ranger 3.2
Verfasst am: 17.12.2016 06:47:17 Titel:
Als ich meinen Ranger kaufte, waren Grabber AT2 drauf. Den Reifen habe ich innerhalb von 14 Tagen gegen Winterreifen getauscht. Selbst bei leichten Plusgraden und Nässe unkontrollierbar, neigte zum Ausbrechen und Bremsen war eine Katastrophe. Die Nokian WR GR2 SUV waren gut. Seit 2 Jahren fahre ich den Cooper ST/Maxx, hat eine Nasshaftung B. Im ersten Jahr traf das sicher zu, jetzt nach 2 Jahren nimmt die Nasshaftung deutlich ab. Aber der Reifen hat auch gut 4-5mm Profil gelassen. Insgesamt aber selbst jetzt noch deutlich gutmütiger als der Grabber.
Im Winter darf der Hakkapelitta LT2 ran, der kann alles bei Nässe besser als die beiden anderen genannten Reifen.
Kurzum, das Label ist nur ein Indikator, selbst nach recht kurzer Nutzungsdauer können sich die gedühlten Werte schon deutlich ändern.
Aus Erfahrung (auf dem leichten SJ) kann ich den Toyo Open Country AT als Allrounder empfehlen!
Bei wirklich winterlichen Bedingungen ( z.B. ein grauer Mittwoch gegen 12Uhr im Dezember, -5° C, leichter Nord-Ost Wind, Luftfeuchtigkeit 27,9 %, Strasse geräumt, aber wieder leicht ((ca. 2cm)) beschneit (matschig), wolkig, 8% Steigung, bewaldete Strecke, geringes Verkehrsaufkommen, Fahrtrichtung Nord) konnte ich damit im 2WD locker fahren/lenken/bremsen...
Gruß,
Andreas
P.S.: obwohl der Reifen wirklich überall überzeugende Resultate geliefert hat, war/ist ein guter Winterreifen (z.B. Noian Hakkadiddldings) im Winter einfach die beste Lösung, wenn man den Wagen als normaler Mittelnordeuropäertäglich nutzen will und nicht nur alleine unterwegs ist: Den Fahrstil anzupassen ist eh obsolet, wer macht das nicht? Aber dieser kleine, verschnarchte Typ mit seinem ökologisch korrekten und garantiert veganem Bioauto, der vor Dir rumtaumelt und gerade spontan vorm Hofladen den Anker wirft ist halt leider eine Realität in unserem Strassenbild! Ich träume zwar auch davon, mich jeden Tag Smartfrei und Offroad zur Arbeit zu kämpfen, muss aber leider gewisse Zwänge in Kauf nehmen: unter anderem halt die Tatsache, das andere Verkehrsteilnehmer anwesend sind...
_________________ Es ist ein dreckiges Hobby, aber irgendwer muss es ja machen!