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Verfasst am: 28.12.2023 14:13:01 Titel: Dieselqualität in Afrika - Erfahrungen????
Lieber Fernreisende,
Euro 3 Diesel werden ja immer seltener ... viele sind dann fast zwangsweise mit Euro 4/5/6 Dieseln unterwegs.. wenn Ihr so einen modernen Diesel fahrt und in Afrika damit unterwegs wart - wie sind Eure Erfahrungen?
Interessieren würde mich insbesondere Westsahara/Mauretanien/Algerien/Tunesien....
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1. Isuzu D-Max 1 3.0D A 2. Ssangyong Rexton W 2.0 A 3. Wolga M21 4. Tatra 603 5. Shiguli 2101 6. Barkas B1000 7. BMW K100 8. Simson SR50
Verfasst am: 29.12.2023 18:34:07 Titel:
Tunesien und Marokko sind kein Problem, da ist praktisch überall der "10ppm"-Diesel an der Tanke verfügbar. In der Westsahara sollte ähnliches gelten; sie wird ja von Marokko als Teil ihres Landes betrachtet und auch von dort versorgt; 100%-Aussagen traue ich mir nicht zu, weil ich noch nicht da war. Über Mauretanien und Algerien kann ich gar nichts sagen ...
Aber je nach Auto ist es möglich, den Rußfilter vorübergehend auszubauen, ohne dass die Motorsteuerung auf Störung/Notlauf geht. – Um welche Fahrzeuge geht's denn konkret?
PS: Zu Deiner anderen Frage: Genau das gleiche, wie ich es zum schwefelarmen (=rußfilterverdaulichen) Diesel geschrieben habe, gilt nach meinen Informationen auch für bleifreies Benzin hinreichender Qualität. SuperPlus wirst Du nicht oft finden, aber sowas wie unser 95er Eurosuper schon (zumal praktisch alle neueren Autos Klopfsensoren haben und notfalls die Motorsteuerung anpassen, wenn Sprit zu niedriger Oktanzahl verwendet wird ...)
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Meine Eltern sind durch Südamerika gefahren mit einem 2007 Jeep Rangler Rubicon 2.8CRD Euro 4. Ging alles gut, Argentinien, Brasilien, Chile, überall dort wo es schwefelarmen Diesel gab. 2-3 Tankfüllungen in Bolivien, sowie Peru und schon war der Partikelfilter und der Kat komplett verstopft. Fahrten auf über 3000M haben sicher auch nicht geholfen. Später folgte dann noch ein Hochdruckpumpenschaden. Mein Vater hatte davor Angst und hatte eine Hochdruckpumpe und 4 Injektoren dabei, hat er dann bei einem Bosch Diesel Service eingebaut.
Ein Vorfilter mit gutem Wasserabscheider mag etwas helfen. Partikelfilter mag es nicht leiden. Additive mögen vielleicht der Hochdruckpumpe helfen, ich würde mir das aber nicht antun. Kein Common Rail, kein Partikelfilter, keine Direkteinspritzung => viel weniger Probleme. Auf Youtube gibt es einen Kanal "The Road chose me" der hat die Afrikaumrundung in einem Benziner Jeep JKU gemacht und hatte keine Probleme.
Toyota verkauft den Landcruiser in Teilen Afrikas immer noch mit Verteilereinspritzpumpe, Euro 3 oder schlechter.
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1. Nissan 2. ATV
Verfasst am: 17.02.2025 17:30:33 Titel:
Notfalls Additive mitnehmen. Schlechte Benzinqualität werden besser von den Benzinern vertragen als schlechte Dieselqualität von den modernen Dieseln.
ich würde mit einem moderneren Diesel nicht weiter als Westsahara fahren wollen.
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Verfasst am: 17.02.2025 18:42:32 Titel:
Tja, also – hmm. Ob Additive gegen etwas helfen, was ohnehin schon zu viel im Sprit ist? – Da hab ich iwi meine Zweifel.
Allerdings werde ich es in absehbarer Zeit wohl mal probieren (müssen), einfach so mit mauretanischem Diesel zu fahren. Ich werde berichten.
Die verlinkte Karte von vor gut einem Jahr zeigt für Mauretanien "2000 ppm oder niedriger an". Das stimmt nicht so optimistisch. Westsahara ist GAR nicht eingezeichnet, nicht mal als "unknown". Da gehe ich allerdings optimistisch davon aus, dass dort die gleiche Suppe ausgeschenkt wird wie im "normalen" Marokko auch; Marokko betrachtet diese Region ja als Teil seines Staatsgebietes ...
Allerdings ist bei dem Ausflug auch jemand mit einem J15 dabei; wenn es Probleme gibt, dann müsste der die größeren haben ... Der müsste neben dem Rußfilter auch noch AdBlue haben.
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1. Mercedes G
Verfasst am: 05.01.2026 17:24:04 Titel: Torsten76
Hallo,
Wollte mit meinem G Mercedes mal bis nach Dakar fahren. Diesel Bj 2017 mit Ad Blue. Bekomme ich da Probleme wegen der dortigen Dieselqualität?
Dann wäre das Auto ja völlig sinnlos.
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Verfasst am: 12.01.2026 15:25:26 Titel:
Also, just my five cents:
Wenn Du auf dem Weg nach Dakar die direkte Route durch Mauretanien durch nimmst, kann das mbMn problemlos gehen, wenn Du ein paar Kanister mitnimmst und in "Südmarokko" (vulgo Westsahara) noch mal alles schön voll machst.
Adblue ist eigentlich nicht soo das Problem, das kann man ja in ausreichender Menge mitnehmen (wobei mir Dinge in einem Auto, die im Fall des Falles – zB bei Ausfall oder Missweisung des Füllstandgebers im AdBlue-Behälter – stur den Wiederstart und damit die Weiterfahrt verhindern, generell höchst unsympathisch sind. Aber der sehr schwefelhaltige Diesel in Mauretanien macht bei Autos mit Rußfilter gern mal kleinere Probleme. – Wir hatten letztes Frühjahr eine Mauretanientour gemacht, allerdings nicht direkt südwärts an der Küste entlang, sondern erst in den Osten bis zum "Auge" und dann in großen Bogen südwärts. Das ging natürlich nicht mit einer Tankfüllung plus Kanister. – Es waren drei Autos mit Rußfilter dabei (Toyota LC 150, Ford Ranger 2.0 D – diese beiden auch mit AdBlue; und mein Ssangyong Rexton W 2.0). Toyota und Ford gingen auffällig oft ins Regenerationsprogramm und haben dann eifrig blauweißlich gequalmt; das hat sich allerdings dann bei der jeweiligen Rückfahrt und daheim mit der Zeit wieder gegeben; eine Reinigung des Filters war nicht erforderlich. Beim Ssangyong keine Auffälligkeiten, Filter funzt weiterhin (daheim beim Freundlichen überprüfen lassen).
Von daher: Sollte klappen, ein Restrisiko bleibt natürlich. Die Spritqualität in RIM ist nicht nur generell dürftig, sondern auch von Tanke zu Tanke wohl recht unterschiedlich. Und ich weiß nicht, wie zickig der G da ist.
(Btw: es war auch ein Isuzu D-Max 2.5 D dabei, mit ausgebautem und "rausprogrammiertem" Filter. Der hatte gar keine Probleme. – Abzuraten ist davon, den Filter ohne Änderungen der Steuergerät-Programmierung einfach nur auszubauen. Das hatte im Jahr zuvor beim Isuzu zu großen Problemen geführt.)
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Verfasst am: 13.01.2026 18:20:01 Titel:
Hallo
war im Herbst mit einem Euro 6 Sprinter (2l 190 PS)in Südalgerien unterwegs und habe insgesamt 300l schwefelhaltigen algerischen Diesel und 300l schwefelfreien Diesel (aus Tunesien mitgenommen) verbraucht. Hatte zum Glück keine Probleme. Habe auch "Partikelfilterschutz" von Liqui Moly beigefügt - vielleicht hat´s geholfen....